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Die reflektierte Persönlichkeit - Kreativität und Gestaltungskompetenz durch Kunst

Wir sehen, dass Arbeitsplätze durch Technologien verändert werden und in Teilen bereits vollständig ersetzt wurden. Wir hören, dass die Zusammenarbeit in Bürolandschaften mit zahlreichen Einzelbüros und Top-Führungskräften in den Penthouse-Etagen kritisch hinterfragt werden. Uns ist bewusst, dass es sehr unterschiedliche Wertigkeiten und Herangehensweisen an Arbeit im Allgemeinen gibt. Und wir wissen, dass Denken in Kausalketten an der Komplexität des Umfelds scheitert. 

 

Agile Arbeitsmethoden ermöglichen auf der Arbeitsebene bereits heute mehr kreatives und  innovatives Arbeiten. Iterationsschleifen, Feedback und kurze Projektabschnitte machen Projekt- und Prozesssteuerungen flexibler und anpassungsfähiger für Änderungen. Doch in vielen Unternehmen bestehen zeitgleich alte Führungstechniken und Statussymbole fort. Das Ziel ist auch in der Führungsebene mehr Innovation und Kreativität zu erreichen und auf Unternehmensbereiche auszustrahlen.

 

Der Lösungsansatz, da sind sich alle einig, ist die Unterstützung und Entwicklung der Führungskräfte. So gelingt der Switch zu einer innovativeren und veränderungsfähigen Unternehmenskultur. Den sie, die Führungskräfte, sind der Motor, um große Änderungen herbeizuführen. Die Wunschvorstellungen sind Leader mit Strahlkraft, Führungskräfte mit Format und echte Persönlichkeiten.

 

„Und wie kann das gelingen?“ 

 

Bevor die Führungskräfte in Workshops und Seminaren fachlich qualifiziert werden, startet die Analyse in vielen Fällen mit einem Persönlichkeitstest. Ein Risiko ist die Beantwortung nach sozial erwünschten Kriterien. Dabei soll der Person nicht unterstellt werden, dass es stets bewusst und willentlich passiert, sondern bereits der Unternehmenskontext kann dazu führt. Zudem fühlen sich viele Menschen durch strikte Zuordnungen von Typen eingeschränkt oder missverstanden. Im schlechtesten Fall werden dadurch Potentiale sogar gebremst und Entwicklung verhindert. 

 

SYMBOLON®-METHODE

Ein alternativer Weg ist die Reflexion mit Bildern nach der Symbolon-Methode. Der Zugang zu persönlichen und betriebswirtschaftlichen Themen über Bilder ist anders. Durch die Reflexion mit den Bildern verlassen sie die rein analytische Ebene und betrachten aus der Persönlichkeit heraus. Dabei werden keine Wertungen vorgenommen und eine authentische Wahl erfolgt. Das Ziel ist mit der eigenen Persönlichkeit adäquat umzugehen und stimmig im Unternehmensumfeld agieren zu können. Denn wenn die Führungskraft als authentisch erlebt wird, ist sie glaubwürdig und kann Mitarbeitende begeistern und Änderungen anstoßen.

 

SYMBOLON-METHODE und SYSTEMISCHER ANSATZ

Die Symbolon-Methode ist gut mit dem systemischen Ansatz zu verbinden. Beide gehen davon aus, dass jede Person in sich alle Ressourcen hat, um heutige und zukünftige Herausforderungen zu meistern. Der Coach agiert nicht als Berater, sondern begleitet den Prozess mit Fragen, die über die Bilder ins Berufsleben führen. So wird die Selbstreflexionsfähigkeit im Coaching gefördert und entwickelt. Eine ehrliche Auseinandersetzung mit sich selbst kann erfolgen. Dabei gibt es eine Vielzahl von Symbolen in den Kunstwerken, die mehr aussagen, als vordergründig sichtbar ist. Jedoch geschieht dies ohne strikte Zuordnungen, sondern mit individuellen Interpretationen und Bedeutungen. Dies bildet eine sehr wertvolle Basis für vertrauensvolles Arbeiten zwischen Klient und Coach. Es geht nicht darum Menschen zu typologisieren, sondern beim Individuum zu bleiben. Durch die aktive Beschäftigung mit dem Kunstwerk kommt es zur bewussten Auseinandersetzung mit inneren Persönlichkeitsebenen. So werden Lern- und Erkenntnisfähigkeit auf jeder Ebene der Persönlichkeit erhöht. 

Mit dem konstruktivistischen Ansatz gelingt es dem Coach die Welt des Klienten zu erfassen und eine gemeinsame Betrachtung der Wirklichkeit des Klienten wird möglich. Denkmuster und Glaubenssätze werden bewusst und somit veränderbar. Die Arbeit mit Bildern ist insbesondere dann wertvoll, wenn nicht Greifbares und Unkonkretes thematisiert wird. Mit Worten entstehen umständliche Texte, wenn es darum geht geistige Prozesse, Werte oder Ethik zu beschreiben. In der Kunst kann dies mit einem Bild ausgedrückt werden. Die Assoziationsprozesse, die durch die Betrachtung des Kunstwerks ausgelöst werden, führen zu Erkenntnissen, die zur Entwicklung der Persönlichkeit beitragen. Maßgeblich ist hier, dass neben der Analyse auch Gefühle und Stimmungen bewusst werden.

Die Kreativität im Kunstwerk aktiviert zudem die Kreativität und Innovationskraft der Mitarbeitenden. Der gestalterische Zugang ergänzt die Analyse. 

 

Diese Fähigkeiten sind essenziell für aktuelle Herausforderungen der Unternehmen. Führungskräfte benötigen neben der analytischen Fähigkeit die Kraft der Gestaltung und Kreativität, die sie durch diesen Prozess der Selbstreflexion gewinnen. 

 

Weiterführende Literatur: „Durch Selbstreflexion zum Erfolg. Potentiale erkennen. Persönlichkeit entwickeln. Ziele erreichen“ von Christine Kranz, www.symbolon.com